Mit der Energiewende ändert sich auch unsere Art zu heizen. Während Wärmepumpen im Einfamilienhaus boomen, wird Fernwärme zur zentralen Lösung für ganze Quartiere. Die Stadtwerke Stade setzen mit dem Projekt StadeGrüneWärme genau dort an: Wir bauen ein modernes Wärmenetz für eine klimafreundliche, kollektive Versorgung.
Was ist Fernwärme?
Fernwärme ist ein zentrales Heizsystem, bei dem Wärme nicht im eigenen Haus erzeugt wird, sondern in einer zentralen Anlage – etwa durch Biomasse, große Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplung oder industrielle Abwärme. Diese Wärme wird in Form von heißem Wasser über gut isolierte Rohrleitungen direkt zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert.
Vor Ort sorgt eine kompakte Wärmeübergabestation dafür, dass die Wärme über einen Wärmetauscher an das hausinterne Heizsystem abgegeben wird. Dort versorgt sie Heizkörper oder eine Fußbodenheizung und erwärmt das Brauchwasser – ohne dass ein eigener Heizkessel, Brennstofflager oder Schornstein nötig wäre.
Nachdem das Wasser seine Wärme abgegeben hat, fließt es als abgekühltes Rücklaufwasser zurück zur Heizzentrale, wo es erneut erhitzt wird – ein geschlossener, hocheffizienter Kreislauf. Das spart nicht nur Platz, sondern auch Aufwand – denn Wartung, Betrieb und Erzeugung übernimmt der Versorger.
Warum setzen die Stadtwerke auf Fernwärme?
Große Heizsysteme sind effizienter als viele kleine. Vor allem, wenn erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommen, ist der Wirkungsgrad besonders hoch. Gleichzeitig sorgt die zentrale Abgasbehandlung für bessere Luftqualität.
StadeGrüneWärme wird so geplant, dass fossile Energiequellen nach und nach ersetzt werden. Der Fokus liegt auf regionaler, regenerativer Energie. Das macht die Fernwärme nachhaltig – und fit für die gesetzlichen Vorgaben, die künftig mindestens 65 % erneuerbare Energien für neue Heizsysteme fordern.